August, 18 2010 at 14:31:33 Post By: Pazquife |
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Hi, hallo, salü! – Ihr fragt euch sicher, wieso der-da (also ich) sich im
âčProfilâș zum «schwachen» Gegut zählt, wo er doch klar ein Mann ist; und die Frauen nennt er das «starke» Gegut … Ich erklär euch, warum. Ich weiss natürlich auch, dass immer (noch) die Männer, zu neunzig Prozent, all die grossen und kleinen Sachen sowie die ganze Haupt-Infrastruktur erfinden und bauen; da braucht es enorm viel Stärke und Kraft. Die Frauen tun dafür viel mehr in den «weichen» Sektoren unserer Zivilisation (… ein Heuchler, der heutzutage âčZuvielisationâș schreibt). Nein, es geht nicht darum; es ist nämlich ganz einfach. Mensch nennt unsrertags die Männer das schwache Gegut, weil … ja, weil … Dazu später.
Zuerst betrachten wir mal das Wort «Mann, man». Es existiert also der «Mensch» in zwei Arten/Sorten: «Mann» und «Frau». Deshalb sollte mensch in Zukunft nicht mehr «man» gebrauchen, wenn beide Mensch-Sorten gemeint sind, sondern eben «mensch». Hingegen ist Deutsch somit eine der wenigen Sprachen, worin «Mann» nicht gleich auch «Mensch» bedeutet! Blicken wir noch, als Vergleich, auf drei andere Sprachen: Französisch, Englisch, Lateinisch. F: Dort gibt es «homme» und «femme» (= âfammâ); «Homme» (gross-geschrieben!) = «Mensch»; mensch kann aber auch «humain» nehmen, was weniger kollisionatorisch wäre. E: âmanâ and âwomanâ; woher stammt denn das âwoâ? Dazu eine kleine Anekdote: Als die britischen Inseln daaamals von Osten her (gegen und teils mit den einheimischen Gälen/Kelten) erobert wurden, wobei auch die englische Sprache entstand, da waren natürlich die meisten Männer im Kriegsdienst, weg von zuhause, weg von ihren Frauen und Familien. Die Eroberer, durchaus nicht immer âčböseâș, fragten vor den Häusern der Dörfer, wo sie ausschliesslich Frauen aus der Tür kommen oder im Garten stehen sahen, âwo mann?, wo mann?!â So entstand das Wort âwomanâ = âčdie, welche gefragt wurden, wo denn ihre Männer seienâș. Na ja; auch im Englischen gibtâs natürlich für «Mensch» das Wort âManâ (gross-geschrieben!), aber ebenfalls âhumanâ (ohne e). L: Da gibt es die Wörter «homo», «vir» und «mas» für «Mann» («Homo» für «Mensch») sowie «femina» und «mulier» für «Frau». Noch rasch etwas zum Wort «vir» (kurz ausgesprochen), bevor wir die Anfangsfrage auflösen: «vir» kommt uns doch wegen âčVirusâș bekannt vor; aber Achtung, der Wortstamm ist nicht identisch … und dennoch liegt vermeintlich ein Zusammenhang nahe, wenn mensch weiss, dass âčVirusâș (mit lang-tönendem i) ursprünglich âčBrunstschleimâș bedeutete.
So, jetzt zur Anfangsdebatte: Wieso nennt mensch heute die Frauen das starke Gegut und die Männer das schwache? Ganz einfach: weil die Männer (immer) schwach werden beim Anblick von Frauen, während die Frauen beim Anblick von Männern (meistens/zunächst) stark bleiben! VoilĂ !
(© Pazquife, Zürich, 2010)
